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Jetzt auch ein Kletterkonzept für das Fichtelgebirge
Nach verschiedenen Bereichen in der Fränkischen Schweiz gibt
es nun auch ein Kletterkonzept für das Fichtelgebirge. Erarbeitet
wurde es während der vergangenen Jahre wiederum von den örtlichen
DAVSektionen, der IG Klettern, den Naturschutzbehörden und
den Naturschutzverbänden. Die damalige Bayerische Staatsforstverwaltung
wurde als Eigentümer vieler Felsen beteiligt. Das Konzept liegt
in gedruckter Form vor. Zwei Exemplare stehen in der Ausleihe der
Sektion zur Ansicht. Draußen in der Natur sind die neuen Regelungen
allerdings noch nicht kenntlich gemacht. Das wird früher oder
später nachgeholt.
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Welche Neuigkeiten bringt das Konzept?
Zusätzlich zu den Felsen, wo bisher schon Kletterverbot bestand,
darf ab jetzt an folgenden Felsen nicht geklettert werden (Zone 1): Amboss,
Vierter Bruder und alle Felsen, an denen es bisher keine Kletterrouten
gab. Der Grund dafür ist der Schutz von seltenen Pflanzen- und Tierarten.
Im Gegenzug gibt es aber auch Verbesserungen für den KlettersPort:
Alle Routen, die seit L973 im Bereich des Rudolfsteines verbotenerweise
erschlossen wurden, werden nachträglich genehmigt. In Zukunft darf
dort auch ohne vorherige Antragstellung (war bisher vorgesch rieben' auch
wenn sich niemand daran gehalten hat!) geklettert werden. An der Südseite
des Waldstein dürfen bereits bestehende Routen wieder beklettert
werden (Zone 2). An der Nordseite bleibt das Kletterverbot bestehen. Am
Nußhardt darf im Bereich der Nußhardtstube und der Besteigungsanlage
wieder gebouldert werden (Zone 2). Der Rest des Nußhardts bleibt
aber Zone 1. Alle anderen Felsen wurden differenziert zoniert. Bis auf
wenige Ausnahmen dürfen die bisher bestehenden Routen auch in Zukunft
beklettert werden. Wegen seltener Flechten und Moose musste auch das Bouldern
geregelt werden. An den meisten Felsen ist es erlaubt, wenn der Boulderappell
eingehalten wird. An einigen wenigen, wie z.B. dem Großen und dem
Kleinen Labyrinth, ist es aber verboten. Einzelheiten dazu bitte im Konzept
nachlesen!
Und bitte nicht vergessen:
Wir sind nur Gäste in der Natur! Gern gesehene Gäste sind wir
nur, wenn wir draußen keine unliebsamen Spuren hinterlassen.
Kletterkonzept, Erstbegeherappell und Boulderappell beachten! Keinen
Müll zurücklassen!
Auch keine Zigarettenkippen! Magnesium vom Fels abbürsten! Keinen
Lärm machen! Hunde an die Leine nehmen!
Auf keinen Fall vergessen, nach dem Klettern im nächstgelegenen
Wirtshaus einzukehren. Das ist unumgängliche Lobbyarbeit! Ansonsten
auch bitte den Spass beim Klettern nicht außer Acht lassen!
Euer Naturschutzreferent Dirk Lüder
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